Pädagogisches Konzept

Kneippen:

Der ganzheitliche Ansatz Kneipps lässt sich ideal in den Alltag integrieren. Kinder sind offen und neugierig, noch frei von eingefahrenen Verhaltensmustern. Dies bietet ideale Voraussetzungen, auf spielerischem Wege Grundlagen für eine naturgemäße, gesunde Lebensweise zu legen, um ganzheitliche Gesundheitsförderung nach Kneipp mit Kindern im Alltag zu planen und umzusetzen.
Kerstin Kunze ist ausgebildete Gesundheitsreferentinnen nach Kneipp und befähigt fachgerecht Kneippanwendungen bei Kindern durchzuführen.
 

 

Erziehung Persönlichkeit

und Selbständigkeit:

Jedes Kind hat seine eigene Persönlichkeit. Uns ist es wichtig die Persönlichkeit unserer Tageskinder zu respektieren und mit ihnen behutsam umzugehen. Dabei werden wir auf ihre individuellen Bedürfnisse und Interessen eingehen. Die Selbständigkeit fördern wir, in dem wir unsere Tageskinder ermutigen viele Dinge selber auszuprobieren. Ihnen die Möglichkeiten geben Wünsche, Bedürfnisse und Ideen mitzuteilen und umzusetzen und sie auf gleicher Augenhöhe betrachten und ernst nehmen.

 

Förderung sozialer Fähigkeiten:

Schon sehr früh lernen Kinder, dass ihr Gegenüber kein Gegenstand ist, sondern wie sie selber, ein Mensch ist. Sie schauen sich viele Dinge ab, ahmen ihr Gegenüber nach und fangen mit einfachen Spielen an. Das Sozialverhalten wird durch das Zusammenspiel mit anderen Kindern geschult. Dabei lernen die Kinder miteinander umzugehen. Sie müssen teilen lernen, sich absprechen, abwarten können und Konflikte konstruktiv lösen. Das ist ganz schön viel und muss gelernt werden. Wir werden die Kinder dabei unterstützen. Konfliktsituationen, die von den Kindern nicht allein gelöst

werden können, zeigen wir positive Lösungsmodelle auf und verstärken sozial

erwünschtes Verhalten positiv durch loben, liebevolle Worte und Aufmerksamkeit. Ein Kind muss erst lernen, wie es sich sozial verhält. Herausforderndes Verhalten wird deshalb nicht etwa bestraft, sondern es werden erwünschte Verhaltensweisen als Alternative gezeigt und dem Kind  erklärt, was sein Verhalten bewirkt.

 

Sprachförderung:

Kinder erwerben die Sprache durch Imitation und Verstärkung, unbewusst, ganzheitlich, in Interaktion und konkreten Handlungen. Wir sprechen mit den Kindern klar und deutlich in ganzen Sätzen. Wenn unsere Tageskind ein Wort/Wörter oder den Satz falsch gesagt hat, werden wir das Kind „indirekt verbessern“, das heißt, wir wiederholen den ganzen Satz. Durch Vorlesen, Spiele, Reime und Lieder sowie Bewegung fördern wir spielerisch die Sprache. 

 

 

Bewegung:

Regelmäßige und ausdauernde Bewegung sind gesund, halten den Körper und Geist fit und wirken sich positiv auf das Lernen aus. Allerdings bedeutet es nicht, dass Kinder die sich wenig oder gar nicht bewegen, weniger erfolgreich sein können. Zum Beispiel können Kinder mit Bewegungseinschränkungen oder einer körperlichen Behinderung durchaus hoch intelligent sein

 

Folgende Beziehungen bzw. Effekte kann man bei jüngeren Kindern beobachten:

 

     •         Das Lernen von Buchstaben wird insbesondere durch das Spielen mit unterschiedlichen Formen gefördert.

     •         Aufgrund der Bewegung im Raum sammeln Kinder Erfahrungen, die ihnen später das räumliche Vorstellungs-

              vermögen erleichtern, z. B. bei abstrakten Rechenoperationen.

•   Bewegungen unterstützen die Entwicklung des Gefühls für Geschwindigkeit, Zeit und Rhythmus. Konstante              Abfolgen, z.B. von Buchstaben, Wörtern oder Zahlen beim Sprechen, Lesen und Zählen werden so besser                verstanden.

•   Durch Bewegungen nehmen Kinder ihre Welt mit allen Sinnen war. Verantwortlich dafür ist das Sinnessystem.        Seine Funktionstüchtigkeit ist das Fundament für das geistige und motorische Lernen.

•   Durch Bewegung werden die kinästhetische Wahrnehmung (Lage, Bewegung und Veränderung im Raum) und der        Gleichgewichtssinn trainiert. Das besonders für die Konzentration, aber auch für unverkrampftes Schreiben          und still sitzen verantwortlich ist.

 

Des weiteren fördert Bewegung die Selbstwahrnehmung und stärkt das Selbstbewusstsein. Stress wird abgebaut und wirkt somit auch motivierend.

 

Motorische Entwicklung:

Bei der Motorik spielen Reifungs- und Lernprozesse eine große Rolle. Babys lernen zuerst durch Reifungsprozesse. Das heißt, durch Übungen kann das Baby nicht schneller krabbeln lernen, sondern es muss die nötige Reife haben. Der Lernprozess setzt erst im Kleinkindalter ein. Der Begriff „Motorik“ umfasst auch das aufeinander abgestimmte Zusammenspiel bestimmter Muskeln. Es wird unterschieden zwischen Grob- und Feinmotorik. Die Grobmotorik wird zuerst erlernt. Sie wird gefördert durch hüpfen, fangen, klettern, werfen, springen etc. Wir werden mit unseren Tageskindern viel draußen sein. Im Hof, im Park, auf dem Spielplatz haben sie Gelegenheit sich auszuprobieren und ganz nebenbei ihre Motorik zu trainieren. Spielt das Wetter mal nicht mit, haben wir die Möglichkeit einen Bewegungsparcours in unserem Bewegungsraum und unserem großzügigem Flur aufzubauen oder Bewegungsspiele mit unseren Tageskindern zu machen. Die Feinmotorik baut auf die Grobmotorik auf. Sie wird gefördert durch zum Beispiel malen mit unterschiedlichen Stiften, kneten, Murmelspiele, Motorikschleife, Hämmerchenspiel ( Einschlagen von Nägeln mithilfe eines Hammers). Die Kinder lernen ihre Kräfte gezielt und wohl dosiert einzusetzen.

 

Sauberkeitserziehung:

Die meisten Kinder werden zwischen 18 Monaten und 36 Monaten trocken. Allerdings kann das auch sehr unterschiedlich sein. Bestimmte körperliche Reifungsprozesse müssen entwickelt sein, bevor ein Kind trocken wird. Sie müssen ihren Darm und ihre Blase kontrollieren können und die Nervenbahnen zum Gehirn müssen hergestellt sein. Aus diesem Grund machen intensives Töpfchen- oder Toilettentraining keinen Sinn. Erst wenn das Kind durch Eigeninitiative signalisiert, dass es bereit ist trocken zu werden, ist es sinnvoll, mit der Sauberkeitserziehung zu beginnen. Es ist wichtig, das Kind zu unterstützen mit viel Lob, Anerkennung und Gelassenheit. Dabei ist es zu vermeiden ungeduldig und mit Druck auf das Kind einzuwirken. Das Kind sollte möglichst aus eigener Kraft selbständig werden. So wird sein Selbstwertgefühl am meisten gestärkt.

Der Beginn der Sauberkeitserziehung erfolgt mit Absprache der Eltern.

 

Bedeutung des Spiels:

Das Spiel ist der Beruf des Kindes. Es ist die Vorstufe für den Erwerb schulischer und beruflicher Fertigkeiten sowie von entscheidender Bedeutung für die Persönlichkeitsentwicklung.

Kinder können überall spielen. Sie finden immer Material und fangen an zu spielen. Zum Beispiel am Esstisch mit der Serviette. Das Spielen fördert jeden Bereich. Die Wahrnehmung, die Sinne, die Motorik, Sozialverhalten etc. Wir machen unseren Tageskindern viele Spielangebote. Das Freispiel, das heißt, die Kinder spielen ohne Anleitung, lässt die Kinder frei entfalten. Es ist sehr interessant die Kinder im Freispiel zu beobachten, wie sie Probleme lösen und Ideen entwickeln oder was es Interessantes zu entdecken gibt.

 

Rituale und Regeln:

Rituale und Regeln geben dem Kind Orientierung und Sicherheit. Sie machen den Alltag überschaubar und fördern das Gemeinschaftsgefühl. Rituale sind wiederkehrende Handlungen, z.B. der tägliche Morgenkreis, das gemeinsame Frühstück und Mittagessen. Regeln zeigen auf, was ist erlaubt und was ist nicht erwünscht.

 

Unsere Regeln lauten:                           1. Gewaltfreiheit

                                                             2. gegenseitige Rücksichtnahme

                                                             3. nach dem Spielen wird aufgeräumt

                                                             4. wir essen gemeinsam am Tisch 

 

Wir achten darauf, dass der Tagesablauf und die Regeln eingehalten werden.